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Der Cassianiterorden in der Vergangenheit

Um 415 gründete Johannes Cassianus bei Marseille das Männerkloster Sankt Viktor und das Frauenkloster Sankt Salvator. In seinem Namen wurden die Klöster weiter geführt und auf das heutige Saint Baum ausgedehnt. In Saint Baum im heutigen Frankreich liegt das Grab Maria Magdalenas aber es hatte eine unzureichende Betreuung, keine Begleitung und schon gar keinen Schutz.

Johannes Cassianus sah es als seine Aufgabe und damit als Aufgabe des von ihm gegründeten Cassianiterordens an, in Saint Baume einen Ordenssitz zu errichten und die Betreuung des Grabes zu übernehmen. Maria Magdalena hat gelehrt und gepredigt, ungewöhnlich für ihre Zeit aber selbstverständlich für eine starke Frau. Für den Orden stand die Aufgabe, dass Gedankengut und die Schriften Maria Magdalenas zu erfassen, zu bewahren und zu verbreiten. Dieser Aufgabe stellte sich der Orden mit großem Erfolg. Mit der Gründung des Ordens in Deutschland lebt die Tradition auch hier wieder auf.

1295 änderte sich die Situation des Cassianiterordens grundlegend. Pabst Bonifatius VIII übergab die sterblichen Überreste Maria Magdalenas und die Grabstätte an den gerade gegründeten Dominikanerorden. Der Cassianiterorden hatte keine Möglichkeit dies zu verhindern.

In den folgenden Jahrhunderten  stellt sich der Orden den sozialen Problemen der jeweiligen Zeit und half an sozialen Brennpunkten. Eine Schwerpunktaufgabe war immer die Hilfe für traumatisierte Kinder, unabhängig davon ob diese Traumata durch Kriege, Katastrophen oder andere Ursachen entstanden sind.

 

 
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