| Allgemein - Geschichte |
Maria Magdalena Gefährtin Jesu
und erste Apostelin in seiner Nachfolge
Seit seiner Gründung in der Nachfolge Maria Magdalenas ist der Orden bemüht, dem Menschen Maria Magdalena den ihr zustehenden Platz in Christi Nachfolge darzustellen und öffentlich zu machen. Erst 1969 befreite die römisch katholische Kirche Maria Magdalena vom Makel, eine Prostituierte zu sein, ein Makel den Papst Gregor I, anno 591, zum Glauben der Kirche machte.
Welche Rolle spielte die Frau Maria Magdalena in der Männerdominierten Welt ihres Jahrhunderts?
Bischof Hippolytus(ca. 170 bis ca. 236) hat sich klar ausgedrückt, wiedergegeben in der Übersetzung von W.J. Langbein - Christus selbst zeigte sich den männlichen Aposteln und sprach zu ihnen: „Ich bin es, der diesen Frauen(Maria Magdalena, Maria Mutter Jesu) erschienen ist und ich war es, der sie euch als Apostel schicken wollte“. Jesus hat mit dem Begriff Apostel (Gesandter) keinerlei geschlechtsspezifische Einschränkungen verknüpft.
Wer kann Apostel sein?
Das sechs bändige theologische Fachlexikon „Anchor Bible Dictionary“ gibt Auskunft:
„Es kann nur Apostel werden, wer als Zeuge aus eigener Anschauung bekunden kann, dass Jesus wirklich und leibhaftig von den Toten auferstanden ist. Außerdem muss er den Auftrag erhalten haben, Jesu Botschaft öffentlich zu verkünden“.
Maria Magdalena ist unter dem Kreuz zu finden, die Jünger nicht. Dies bestätigen Matthäus und Markus, ebenso die Tatsache, dass Maria Magdalena erste Zeugin der Auferstehung Jesu war. Sie wird autorisiert und soll die Jünger aufsuchen und ihnen die Botschaft von der Auferstehung überbringen. Durch Maria Magdalena erfahren die Jünger, wo sie dem Auferstandenen begegnen werden.
Die großen frühen Kirchenväter, Augustinus, Hipolyt und Chrysostomus ließen, Lukas zum Trotze, keinen Zweifel an der großen Bedeutung und dem Stand der Apostelin Maria Magdalena aufkommen. Während die Westkirche und zuvorderst die Apostel und Evangelisten alles getan haben um die Apostelin Maria Magdalena zu verhindern, hat sie in der Ostkirche immer einen hohen Stellenwert gehabt. Dort war und blieb sie Zeugin mit Sendungsauftrag und ist in der Liturgie der Ostkirche die „Apostelgleiche“.
Maria Magdalena hatte einen sehr engen Bezug, eine enge Bindung zu Jesu, sie war vermögend und selbständig, absolut nicht selbstverständlich für diese Zeit. Sie wäre eine Bereicherung für jede Kirche, vor allem in führender Position gewesen.
Dies wurde mit allen Mitteln, bis hin zur Verunglimpfung, verhindert. Ihr Weg führte nach unserer Überlieferung und der Volkstradition folgend, in das Gebiet des heutigen Frankreich und dies im Jahre 45 nach Christus.
Der Orden hat 411 den Schutz des Grabes Maria Magdalena übernommen und begleitet die Nachkommen aus dem Geschlecht der Maria Magdalena über die Dynastie der Merowinger bis zum heutigen Tag. Eines der Lebensziele Maria Magdalenas, und dies kam in ihren Predigten zum Ausdruck, war der Erhalt und Schutz der Schöpfung.
Dies war und ist das erklärte Ziel des Cassianiter Ordens im Gedenken und in Fortführung des Willens Maria Magdalenas, der Gefährtin Jesu und Apostelin.

